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06.12.2011
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Weiterbildung macht Biobauern zukunftsfit

Die Weiterentwicklung im Biolandbau hängt eng mit entsprechenden Bildungsmaßnahmen zusammen. Denn diese sind die Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis - und immer auf dem neuesten Stand.

Österreich ist Bioland Nummer eins

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In Europa ist Österreich nach wie vor das Bioland Nummer eins. "Bei uns bewirtschaften annähernd 21.700 Biobetriebe rund 540.000 Hektar Land", nennt Stefan Rudlstorfer, Bioberater bei der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, die aktuellen Zahlen. "Gemessen an der gesamten landwirtschaftlichen Produktion ist das beachtlich." Bis dato haben ca. 17 % aller bäuerlichen Betriebe in unserem Land auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Obwohl die regionale Verteilung unterschiedlich und die Konzentration im Grünland naheliegend ist, hält Bio auch in traditionellen Ackerbaugebieten immer mehr Einzug. Dabei profitieren ökologisch wirtschaftende Betriebe nicht nur vom ungebrochenen Konsumentenwunsch nach biologischer Ernährung, sondern indirekt auch vom sehr genauen österreichischen Kontrollsystem. "Manche sagen zwar, Österreich sei diesbezüglich päpstlicher als der Papst", lächelt Rudlstorfer. "Aber genau diese Transparenz macht unsere heimischen Erzeugnisse besonders glaubwürdig." Das wiederum schlägt sich deutlich in den Absatzzahlen nieder. "Wir merken das auch beim Export, in Deutschland etwa genießen unsere Bioprodukte ein ausnehmend großes Vertrauen."

Beratung und Weiterbildung

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Im Allgemeinen dauert es zwei Jahre, bis sich die Umstellung auf biologischen Landbau zu lohnen beginnt. Aufgrund des finanziellen und organisatorischen Aufwands kann das eine herausfordernde Zeit sein. "Für einen Mutterkuhbetrieb ist es möglicherweise einfacher, wenn er bisher nicht gespritzt hat", verdeutlicht Rudlstorfer. "Aber im Ackerbau zum Beispiel muss man eine ganze Fruchtfolge umstellen." Die Landwirtschaftskammern und Bioverbände bieten daher umfassende Information und Begleitung an. "Das reicht vom unverbindlichen Erstgespräch bis zum Betriebs-Check vor Ort und konkreter Einstiegsberatung", so Rudlstorfer, der in seiner Funktion als Bioberater regelmäßig Betriebsführer über notwendige Anpassungen, einzuhaltende Termine und Biorichtlinien aufklärt. "Darüber hinaus spielen natürlich Aus- und Weiterbildungsma߬nahmen eine entscheidende Rolle."

Für jeden der richtige Kurs

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Das LFI bietet österreichweit Kurse für den Einstieg in den biologischen Landbau an. "Abgesehen davon, dass so ein Lehrgang eine Fördervoraussetzung ist, ist er auch die Grundlage bei der Vorbereitung auf eine Umstellung", erklärt Rudlstorfer, selbst Referent bei vielen LFI-Lehrgängen. Denn alle Grundprinzipien des biologischen Landbaus sowie die rechtlichen Voraussetzungen, sämtliche vom Betrieb umzusetzenden Maßnahmen und nicht zuletzt die Vermarktungswege kommen hier ausführlich zur Sprache. "Bei uns in Oberösterreich macht das jeder Neueinsteiger, denn es ist wirklich ein wichtiger und sehr interessanter Basiskurs.
 
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"Für bestehende Biobetriebe gibt es zahlreiche Lehrgänge, die auf spezielle Themen eingehen und ihren Fokus besonders auf den Praxisbezug legen. "Weiterbildung heißt ja auch immer Betriebsentwicklung", betont Rudlstorfer. "Ob es nun darum geht, bestehende Probleme zu lösen, Kosten einzusparen oder sich auf den neuesten Stand zu bringen, letzten Endes führt mehr Wissen zu einer Steigerung des Betriebserfolgs." Seine Angebote - vom kleinen Nischenkurs über Exkursionen bis zu umfangreichen Bodenpraktiker-Zertifikatslehrgängen - erstellt das LFI durchwegs in enger Zusammenarbeit mit Bio Austria und führenden Forschungseinrichtungen wie etwa dem Bioinstitut in Raumberg-Gumpenstein. "Neueste Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen ist uns wichtig. Nur so kann sich der Biolandbau weiterentwickeln."

Weitere Infos in der Kurssuche und bei den Landes-LFI's

Autor.
Uschi Sorz, LFI Österreich
06.12.2011
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